Die Antoniter und das Kloster Lichtenbergk


Schlussstein des Klosters Lichtenbergk

Wappen der Antoniter


Im späten 13. Jahrhundert ließen sich nordöstlich des Ortes Prettin, welcher 965 erstmals in einer Urkunde Kaiser Ottos I. als „Pretimi“ erwähnt wurde, Mönche des Antoniterordens nieder und gründeten um 1300 das Kloster „Lichtenbergk“. Dieses entwickelte sich zu einer der Hauptniederlassungen des 1095 in Südfrankreich gegründeten Spitalordens auf deutschem Boden. Die Ordensmitglieder widmeten sich in erster Linie der Krankenpflege und dabei insbesondere der Linderung des sogenannten Antoniusfeuers, einer durch Pilzbefall im Getreide verursachten Vergiftungskrankheit, die sich in der damaligen Zeit weit verbreitet hatte. Ihre weiteren Betätigungsfelder erstreckten sich von der Seelsorge über die Landwirtschaft bis hin zur Einnahme von Abgaben und Spenden. Im Zuge der Reformation wandten sich die verbliebenen Antonitermönche den Lehren Luthers zu und das Kloster wurde Mitte des 16. Jahrhunderts säkularisiert. Zudem zerstörte ein Brand Teile der Klosteranlage.