Das KZ Lichtenburg (1933 – 1945)

Während der Zeit des Nationalsozialismus diente das Schloss Lichtenburg von 1933 bis 1945 der Unterbringung und Erniedrigung von KZ-Häftlingen. Als zentrales Konzentrationslager für Männer aus ganz Preußen hatte es bis zur Auflösung und Überführung der Häftlinge nach Buchenwald im Juli und August 1937 eine Bedeutung, die der des KZ Dachau in nichts nachstand.
In das danach geschaffene Frauenkonzentrationslager, welches von Dezember 1937 bis Mai 1939 bestand und als Vorläufer für das Lager in Ravensbrück gilt, wurden weibliche Gefangene aus dem gesamten deutschen Reichsgebiet überführt.


Blick in einen der ehemaligen Schlafsäle unter den Dächern der Lichtenburg



Nach der Auflösung des Frauenlagers nutzte die SS die Schlossanlage von November 1939 bis Juni 1940 als Kaserne und Ausbildungslager. Seit Dezember 1940 waren ein SS-Versorgungslager und später ein SS-Hauptzeugamt hier ansässig. Darin brachte man ab Oktober 1941 bis April 1945 Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen (Außenlager Prettin) unter.
Insgesamt konnten bislang über 7.600 von vermutlich über 10.000 Männern und Frauen ermittelt werden, die an diesem Ort als Gegner der nationalsozialistischen Politik konzentriert, gepeinigt und in einigen Fällen ermordet wurden.


Der Bunker

Blick in eine Bunkerzelle