Ein ehemaliger Gefangener des KZ Lichtenburg fand nach mehr als 60 Jahren seine vergrabenen Tagebücher in Prettin. Nun versuchen Experten, sie zu entschlüsseln. Spurensuche in einem Thermosbehälter

(Mitteldeutsche Zeitung, Ressort BL, vom 17.01.2009)

Es war die Suche nach der eigenen Geschichte, die den 84-jährigen Ukrainer Stanislaw Grizenko im August vergangenen Jahres zur Lichtenburg nach Prettin (Kreis Wittenberg) führte: 21 Jahre alt war er gewesen, als er im April 1945 auf dem Gelände des damaligen KZ-Außenlagers als Häftling heimlich einen Thermosbehälter vergrub, in dem er Notizbücher mit seinen Erinnerungen an die schlimme Zeit versteckt hatte. Wenige Tage, bevor die Russen das Lager auflösten.

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Anrührende Dokumente sind bis 15. Juli in Prettin zu sehen. Zeichnungen und Gedichte von Kindern aus dem "Ghetto"

(Mitteldeutsche Zeitung, Ressort Wittenberg, vom 27.05.2009)

"Der Tod ist überall zu Haus,/ fasst einen jeden an den Kragen,/ auch solche, denen ihre Nasen/ beständig in die Höhe ragen." Diese Zeilen stammen aus einem Gedicht von Miroslav Kosek, geboren am 30. März 1932 in Horelice. Er traf am 25. Februar 1942 in Theresienstadt (nördlich von Prag gelegen) ein. Am 19. Oktober 1944 wurde er nach Auschwitz deportiert und ermordet. Seit gestern kann, wer will, auch diese Zeilen in drei Ausstellungsräumen der Prettiner Lichtenburg nachlesen. Sie gehören zu der Exposition "Kinder im KZ Theresienstadt - Zeichnungen, Gedichte, Texte".

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Moskauer Männerchor "Heiliger Wladimir" begeistert einmal mehr seine Zuhörer.

(Mitteldeutsche Zeitung, Ressort Wittenberg, vom 29.08.2009)

"Sehr schön." "Das war wunderbar." "Ich habe eine richtige Gänsehaut bekommen." Das sind nur einige der beifälligen Bemerkungen, die nach dem Konzert des Männerchors der Kirche "Heiliger Wladimir" des Moskauer Kinderkrankenhauses am Ausgang der Schlosskirche auf der Lichtenburg fielen. Zwei Fakten waren dafür verantwortlich: Auf der einen Seite das zweifelsohne vorhandene hohe künstlerische Können der acht Sänger um Chorleiter Nikolai Boglewski und auf der anderen die unheimlich gute Akustik in dem ehemaligen Gotteshaus. Letztere, so bekannte der Chorchef, "war für uns ein zusätzlicher Ansporn". Und gemeinsam mit Projektleiter Heinz Wehmeier von der Deutsch-Russländischen Gesellschaft, in deren Obhut die Konzertreisen seit 16 Jahren liegen, war er sich einig: "Wenn alles klappt, werden im kommenden Jahr die Aufnahmen für eine CD in Prettin gemacht."

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Carsten Kidciak organisiert Veranstaltung am Prettiner Schloss Lichtenburg bereits zum vierten Mal. Über 30 Händler unterbreiten Angebote. Streicheleinheiten der Kinder für drollige Hundebabys

(Mitteldeutsche Zeitung, Ressort Wittenberg, vom 12.10.2009)

Wie von Zauberhand gelenkt zog es vor allem Kinder am Sonnabend zu der kleinen Kiste mit den Hundebabys. Da durfte schon mal reingefasst und gestreichelt werden. Doch mitnehmen konnte man noch keins der niedlichen Tiere mit den auffälligen Farbmalen am Kopf.

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Der Caritasverband in Prettin hat sich erneut allerlei Gruseliges ausgedacht.

(Mitteldeutsche Zeitung, Ressort Wittenberg, vom 04.11.2009)

Ganz auf Halloween waren die Besucher der Prettiner Lichtenburg eingestellt. Zum vierten Mal veranstaltete die Prettiner Caritas-Projektgruppe einen "Spuk im Schloss". Wieder hervorragend und mit viel Liebe zum Detail hatten nicht fleißige Zwerge, sondern eben Hexen und Hexer dieses Spektakel über Wochen vorbereitet. Während die Kinder in anderen Orten die Straßen auf- und abzogen, um mit dem Spruch: "Süßes, sonst gibt´s Saures" Leckereien zu erheischen, haben die Prettiner Geister einen standesgemäßen Treffpunkt. Ein Schloss. Und das war passend illuminiert. Brennende, hochkant aufgestellte Baumstämme erleuchteten den Schlosshof mit flackerndem Lichtschein, in dem die absonderlichsten Gestalten hin- und herhuschten. Planlos, so schien es.

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