Stimmgewaltige Schwarzmeer Don Kosaken. Russische Seele gesanglich geöffnet

(Mitteldeutsche Zeitung, Ressort Jessen, vom 26.04.2008)

Gesang in der Schlosskirche St. Annen in der Lichtenburg ohne elektrische Verstärker, wird das gehen? Es ist möglich, das zumindest bewiesen die Schwarzmeer Don Kosaken am Donnerstagabend bei ihrem Konzert. Zum einen sorgte die gute Akustik dafür, dass auf allen Plätzen die liturgischen Gesänge und die Volkslieder gut zu hören waren. Zum anderen wären die acht Sänger wären dank ihrer gewaltigen, gut ausgebildeten Stimmen auch mit einer weniger guten Klangwirkung des Raumes klar gekommen.

Weiterlesen

Erste Veranstaltung der Gedenkstättenstiftung des Landes in der Lichtenburg Prettin

(Mitteldeutsche Zeitung, Ressort Jessen, vom 21.06.2008)

"Versöhnung geschieht durch Erinnerung" - dieses Zitat des jüdischen Schriftstellers Martin Buber stellte Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) gestern Nachmittag an das Ende seines Grußwortes zur Gedenkveranstaltung an die Errichtung des Konzentrationslagers in der Lichtenburg am 20. Juni 1933. Das Schloss in Prettin als Ort des Erinnerns und des Lernens - dieser Gedanke zog sich durch alle Redebeiträge der Veranstaltung, zu der die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt eingeladen hatte. Die sich damit auch als Träger der jüngst an sie übergebenen Gedenkstätte (die MZ berichtete) vorstellte.

Weiterlesen

Gemeinsame Suche mit Stanislaw Grizenko von Erfolg gekrönt. Tagebuch-Behälter kommt ans Tageslicht

(Mitteldeutsche Zeitung, Ressort Jessen, vom 16.08.2008)

Glücklich und zufrieden wird in der kommenden Woche der 84-jährige Stanislaw Grizenko die Heimreise nach Tscherkassy (Ukraine) antreten. Sein großer Wunsch, die in einem Thermosbehälter verbuddelten Tagebuchaufzeichnungen der Zeit im KZ Sachsenhausen und im Außenkommando in der Lichtenburg wieder zu finden, hat sich erfüllt.

Weiterlesen

Junge Brasilianer auf den Spuren von Olga Benario-Prestes in der Lichtenburg - Interesse an der Geschichte. Ein Film bringt sie auf den Weg

(Mitteldeutsche Zeitung, Ressort Jessen, vom 30.08.2008)

Sie haben Interesse an der Geschichte und den Namen Olga Benario-Prestes nicht zum ersten Mal gehört - die drei brasilianischen Jugendlichen, die derzeit einen Sprachintensivkurs in Jessen absolvieren (die MZ berichtete). Rafael (16 Jahre) hat in seiner Heimat einen Film über jene Frau gesehen, die etwas mehr als ein Jahr zumeist in Einzelhaft auf der Lichtenburg war, dann nach Ravensbrück gebracht wurde und 1942 in der Euthanasie-Anstalt Bernburg vergast worden ist. Gemeinsam mit seinen beiden Freunden wollte er nun einiges mehr erfahren.

Weiterlesen